56 hungrige Eisbären…

…belagern Dorf in Chukotka   

 

(Der Autonome Kreis der Tschuktschen, kurz auch Tschukotka genannt, ist eine Verwaltungseinheit in Russland. Im dünn besiedelten Tschukotka, welches im äußersten Nordosten Russlands liegt, leben auf einer Fläche mehr als doppelt so groß wie die der Bundesrepublik Deutschland weniger als 50.000 Menschen. Wikipedia)

 Reporter der Siberian Times  06. Dezember 2019

Alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt, zusätzlicher Schutz für Kinder im Kindergarten und in der Schule.

 

Ihre Hauptaufgabe ist es, das Eindringen der Eisbären in das Dorf zu verhindern. Bild: WWF Russland

Ungewöhnlich warmes Wetter in der östlichsten Region Russlands verursachte eine Belagerung der Eisbären mit 56 Raubtieren, die sich an einem Ort in der Nähe des Dorfes Ryrkaipiy versammelten. 

Fast alle Eisbären sind dünn. Es gibt erwachsene Bären, Jugendliche und Mutterbären mit Jungen unterschiedlichen Alters “, sagte Tatiana Minenko, Leiterin der WWF-Eisbärenpatrouille in Ryrkaipiy. 

Die Tiere ernähren sich derzeit von Robbenkadavern, die rund um das Kap Kozhevnkov zurückgelassen wurden.

Diese wurden ab Frühherbst zurückgelassen, als Tausende von Robben dort blieben. 

Die Robben haben die Kolonie im November verlassen und es wird kein Futter mehr nachgefüllt. 

Eisbär in der Nähe von Ryrkaypiy


Eisbär in der Nähe von Ryrkaypiy


Eisbär in der Nähe von Ryrkaypiy


Eisbär in der Nähe von Ryrkaypiy


Eisbär in der Nähe von Ryrkaypiy


Eisbär in der Nähe von Ryrkaypiy

Die Tiere ernähren sich derzeit von Robbenkadavern, die rund um das Kap Kozhevnkov zurückgelassen wurden. Bilder: Maksim Deminov

Die Bewohner von Rirkaipiy sind es gewohnt, Eisbären in unmittelbarer Nähe zu sehen.

Seit einigen Jahren betreiben sie eine Bärenpatrouille, um sicherzustellen, dass es keinen Konflikt zwischen Menschen und Raubtieren gibt.

Doch selbst sie geben zu, dass es ziemlich selten ist, eine solche „Menschenmenge“ von Eisbären zu haben.

Die Bären kamen innerhalb von drei oder vier Tagen am Kap Kozhevnkov an. 

Tatiana Minenko

Tatiana Minenko, Bewohnerin der Bärenpatrouille. Bild: WWF Russland

Am 5. Dezember zählte eine Brigade der Bärenpatrouille 56 Eisbären.

Die beiden Ranger Tatiana Minenko und Maksim Deminov sind rund um die Uhr im Einsatz und fahren Tag und Nacht mehrmals durch das Dorf, um möglichen Zusammenstößen vorzubeugen. 

Ihre Hauptaufgabe ist es, das Eindringen der Eisbären in das Dorf zu verhindern. 

Die örtliche Verwaltung und freiwillige Helfer haben sich der Patrouille angeschlossen, sind mit den Waldläufern auf Schneemobilen herumgefahren und haben die Situation sehr genau im Griff.

Neben dem örtlichen Kindergarten und der Schule sind Wachen im Einsatz.

Alle öffentlichen Veranstaltungen wie die Vorbereitung von Konzerten zum Jahresende, Proben und Versammlungen vor Ort wurden für die Dauer der Bäreninvasion abgesagt.

Kinder werden in Bussen zur Schule, in den Kindergarten und nach Hause gefahren.

Die Bewohner von Rirkaipiy sind es gewohnt, Eisbären in unmittelbarer Nähe zu sehen. Bild: Tatiana Minenko

Ryrkaypiy

Quelle:

https://siberiantimes.com/ecology/others/news/56-hungry-polar-bear-besiege-village-in-chukotka/

16 Kommentare zu „56 hungrige Eisbären…

  1. O schrecklich Brigitte
    das hat alles mit der aufwarmung zu tun
    bin gespannt wie es da weiter geht 😦

    ja wir hatten eine lustige Nikalous mit blog freunden
    langsam soll es mir besser gehen
    ein guten nacht gruss , Karel

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  2. Echt traurig wenn man sie sieht und wie sie kämpfen müssen um an Fressen zu kommen. Ich finde es gibt aber auch was positives….die Reaktionen, diesen Einsatz von den Bewohnern. Da wird alles für Sicherheit getan, was ja klar ist, allerdings nicht einfach abgeschossen wie heutzutage andere Tiere die zu nah an Städte kommen. Man lebt zusammen und arrangiert sich.

    Liebe Grüssle

    N☼va

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  3. Wenn die Erderwärmung so weiter geht, wird die Situation für die Eisbären und andere Tiere wie Robben noch schlimmer. Und die Geschichte zeigt, wer siegt, wenn sich der Mensch bedroht fühlt.
    Ich sah gerade kürzlich einen sehr ernüchternden Bericht hierzu.

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      1. Ich denke ein wenig positiver. Ich kenne mich in den Habitatansprüchen der Eisbären zwar nicht in Gänze aus. Aber vielleicht gibt es irgendwelche Möglichkeiten, ein Schutzgebiet für die Tiere auszuweisen, wo sie in freier Wildbahn noch überleben können.

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        1. Sie sind Einzelgänger und das Gebiet müsste riesig sein und dann brauchen sie geschlossene Eisdecken um Robben jagen zu können. Btw. wir nehmen auch den Robben den Lebensraum.
          Sie werden nur in Zoos und/oder Tierparks überleben.
          Ich wünschte, ich könnte so positiv denken wie du 😳

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    1. In Russland ist die Jagd verboten.
      Wenn gejagt wird, dann illegal.

      In Norwegen ist sie verboten. Wird ein Eisbär auf Spitzbergen getötet, folgen strenge Untersuchungen und Ahndungen.

      DIe USA und Grönland erlauben den Indigenen Völkern die Jagd. Bestimmte Quoten sind festgelegt

      Kanada erlaubt die Jagd.

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