Adventskalender Tag 23

Morgen kommt der Weihnachtsmann…

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Santa Claus in Rome

Weihnachtslieder und ihre Geschichte

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
Kommt mit seinen Gaben.
Trommel, Pfeife und Gewehr,
Fahn und Säbel und noch mehr,
Ja ein ganzes Kriegesheer,
Möcht’ ich gerne haben.

Bring’ uns, lieber Weihnachtsmann,
Bring’ auch morgen, bringe
Musketier und Grenadier,
Zottelbär und Panthertier,
Roß und Esel, Schaf und Stier,
Lauter schöne Dinge.

Doch du weißt ja unsern Wunsch,
Kennest unsere Herzen.
Kinder, Vater und Mama,
Auch sogar der Großpapa,
Alle, alle sind wir da,
Warten dein mit Schmerzen.

Hoffmann von Fallersleben

Im Jahr 1835 schreibt Heinrich Hoffmann von Fallersleben „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ in der Universitätsstadt Breslau.

Zitat

Es quietscht, rasselt und knallt so laut im Arbeitszimmer des angesehenen Germanistikprofessors, dass sich seine Haushälterin schon Sorgen macht. Heinrich Hoffmann von Fallersleben ist voll in seinem Element.

Der kinderlose und unverheiratete End-Dreißiger arbeitet an einem neuen Stück für seine Wiegenliedersammlung – und will sich noch einmal ganz in seine Kindheit zurückversetzen. Was würde er sich alles zu Weihnachten wünschen? Eine Trommel, ein Kindergewehr und möglichst viele Zinnsoldaten! Doch vor allem geht’s in seinem Lied um eine ganz neue Symbolfigur, die seitdem viele Kinder glücklich macht.

Bis jetzt war ja das Christkind für die Verteilung der Weihnachtsgeschenke zuständig – erst in den letzten Jahren entstand in vielen Regionen aus dem Sankt Nikolaus und dem holländischen Sinterklaas der Weihnachtsmann. Vor allem in bürgerlichen Haushalten wird der alte Mann mit Weißem Bart und Fellanzug immer beliebter. Daher rückt von Fallersleben ihn ganz ins Zentrum seines Liedes und verzichtet dabei auf christliche Bezüge und andere Weihnachtsbräuche.

„Morgen kommt der Weihnachtsmann“ ist das erste bekannte musikalische Zeugnis des neuen Geschenkebringers und hat so einen entscheidenden Anteil daran, dass der Weihnachtsmann heute so populär ist. Der Text wird jedoch später umgedichtet und entschärft. Die heute im deutschsprachigen Raum bekannte Fassung kommt ohne Kriegsspielzeug aus. Die Melodie stammt aus einem französischen Salonlied, das schon Mozart kannte und für seine Klavier-Variationen verwendete.  In Großbritannien wird darauf das Schlaflied „Twinkle, Twinkle Little Star“ gesungen.“

Zitat Ende

Quelle:

https://www.mdr.de/mdr-thueringen/musik/weihnachtlied-morgen-kommt-der-weihnachtsmann-100.html

 

Ich hoffe ihr könnt es noch aushalten und eure Wünsche sind nicht so kriegerisch!

8 Kommentare zu „Adventskalender Tag 23

  1. Interessante Hintergrundinformationen, die ich auch noch nicht wußte. Bei uns richtig bekannt wurde der Weihnachtsmann aber erst durch die Coca Cola Werbung seit den 1930ern. So weit ich weiß, geht die Story mit dem Rentierschlitten usw. nämlich auf ein altes in Vergessenheit geratenes englisches Gedicht zurück, das ein Mitarbeiter der Firma irgendwo wiederentdeckt hatte und das dann als Vorlage für die Werbefigur diente. Die Werbung war so erfolgreich (ist sie ja auch heute noch mit den Weihnachtstrucks), daß Walt Disney die Idee aufgriff für seinen Kurzfilm „The Night Before Christmas“. Die Popularität nahm ihren Lauf.
    Da kann unser guter alter St. Nikolaus (der Bischof von Myra), der von der kath. Kirche ja auch nicht mehr als Heiliger anerkannt ist, natürlich nicht mithalten. 🙂

    Viele Grüße
    Dieter

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  2. Wow, das sind viele Weihnachtsmänner, und alle umweltfreundlich unterwegs, tolles Bild!!!
    Fein, das Gedicht von Hoffmann von Fallersleben, die Info zur Entstehung war jetzt echt interessant, das war mir auch neu! „Twinkle twinkle little Star“ kenne ich aber auch. Die Spannung wächst, aber alles noch im grünen Bereich, lach, und nee, so kriegerische Wünsche haben wir nicht, ganz im Gegenteil!
    Gute Nacht und liebe Grüße von uns Emms.

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  3. Bei mir ist auch immer das Christkind gekommen und ich habe es mir immer total schön vorgestellt, im Kinderzimmer wartend dass ich endlich ins Wohnzimmer durfte *gg*

    Egal was kommt, hauptsache viel Freude.

    Hab noch einen besinnlichen Wochenstart und liebe Grüssle

    N☼va

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  4. Dankeschön,Liebe Brigitte,das ist sehr interessant!
    Besonders lustig ist die Wihnachtsmann-Invasion auf dem Foto. ☺

    Für euch einen guten Montag mit guten Wünschen für euch alle und liebe Grüsse von mir!

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  5. Danke für diese interessante Erklärung, liebe Brigitte. Ich war etwas verwirrt über die Nikolausbeliebtheit an Weihnachten in Deutschland. Zu meinen Zeiten, kam er am 6. Dezember vorbei, und das Christkind die Geschenke an Weihnachten gebracht. Ich dachte immer, dieser neue Brauch sei aus Amerika eingeführt worden.
    Die besten Weihnachtswünsche aus Colorado,
    Tanja

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  6. Wow, das ist aber eine riesige Weihnachtsmannversammlung 😁 auf dem Foto. Und noch dazu radelnde Weihnachtsmänner 😁 Also weder mit fliegenden Hunden, noch mit Rentier 😉
    Interessant, wie es zu dem modernen Geschenkebringer kam. Danke für die kleine Geschichte dazu.
    Liebe Grüße von der Silberdistel

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